Schulentwicklung.ch

Schülerkompetenzen

Wie können Schülerinnen und Schüler auf eine Weise gefördert werden, die sie als selbstwirksame und selbstbewusste Lernende stärkt? Wie können im Fachunterricht überfachliche Schlüsselkompetenzen gefördert werden? Wie können Lernende durch Selbstbeobachtung Einfluss auf den Unterricht nehmen und ihr Lernen besser verstehen und steuern?

Kompetenzen von Schülerinnen und Schülern ganzheitlich fördern und beurteilen

Innovative Schulen haben in den letzten Jahren die wachsende Bedeutung des Wissens über die Lernprozesse von Schülerinnen und Schülern erkannt. Sie haben damit begonnen, in Qualitätsgruppen (Q-Gruppen) und/oder Unterrichtsteams systematisch den Wissens- und Erfahrungsaustausch zwischen den Lehrpersonen zu pflegen. Diese professionellen Lerngemeinschaften befassen sich mit der Frage, wie Schülerinnen und Schüler lernen und welche unterrichtlichen Faktoren ihnen helfen, dabei erfolgreicher und effektiver zu sein.

Hier ein paar erfolgsversprechende und alltagstaugliche Ansatzpunkte, um das Lern- und Arbeitsverhalten von Schüler/innen im Rahmen von Schulentwicklungs-Projekten positiv zu beeinflussen:

  • Schülerselbstevaluation: Ebenso wichtig wie die Fremdbewertung von Leistungen durch Lehrpersonen ist es, Schüler/innen die Kompetenz zu vermitteln, ein realistisches Bild von sich selbst und der eigenen Leistung zu entwickeln. Die blosse Übernahme der Fremdzuschreibungen durch die Lehrenden – in Form von Noten – kann zu Fehleinschätzungen (meist in einer den Selbstwert mindernden Form) führen. Selbsteinschätzung und Selbstkontrolle der eigenen Leistung kann systematisch angebahnt werden. Die Selbstwahrnehmung und Reflexionsfähigkeit der Schüler/innen zu fördern hilft diesen, ein Erfahrungswissen um die eigenen Lernstrategien aufzubauen und Selbstvertrauen in die eigene Selbstwirksamkeit aufzubauen.
  • Kompetenztrainings für Schülerinnen und Schüler: Innovative Schulen setzen bewusst  Schwerpunkte für die ganzheitliche Förderung und Beurteilung von Schülerkompetenzen:
    • Massnahmen zur Förderung von Sprachkompetenzen, insbesondere zur Stärkung des Leseverständnisses und von Schreibfähigkeiten als Basiskompetenzen aller Schülerinnen und Schüler
    • Massnahmen zur Verbesserung der Bildungschancen von Kindern aus einkommensschwachen und bildungsfernen Schichten
    • Massnahmen für einen schnellen Erwerb der deutschen Sprache für Kinder aus Migrationsfamilien (Intensivangebote für Deutsch als Zweitsprache, Sprachstandserhebungen usw.)
    • Förderung von Gesundheitskompetenzen durch unterrichtliche Präventions- und Gesundheitsförderungsprogramme (Sucht, Stress, Gewalt, Bewegung, Ernährung, Entspannung usw.)
    • Förderung der sozialen Kompetenzen durch Kommunikations- und Feedbacktrainings, aber auch durch Streitschlichterprogramme, Förderung von Lernkompetenzen (Arbeitstechniken, Methoden und Strategien für das eigenverantwortliche und Kooperative Lernen).
  • Erweiterte Beurteilungsformen: Als Ergänzung (oder auch als Alternative) zur klassischen Notengebung kann eine Schule eine Standortbestimmung durchführen, welche Kompetenzbereiche (Fach-, Selbst-, Sozial- und Methodenkompetenzen) sie besonders fördern will und welche ergänzenden Beurteilungsformen sie für deren Bewertung sie schulweit einführen will.
     

 

Wir bieten Schulen ein kombiniertes Beratungs- und Schulungsangebot mit folgenden erprobten Elementen an:


 

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