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Kooperatives Lernen und Lehren

Wie kann das selbstständige Lernen von Schülerinnen und Schülern wirksam gefördert werden? Wie kann die Methodenkompetenz von Lehrer/innen und von Schüler/innen mit hohem Praxisnutzen erweitert und vertieft werden? Was bringt eine schrittweise Einführung kooperativer Lernformen den Lehrpersonen und den Schüler/innen?

Erfolgreich unterrichten durch Kooperatives Lernen

Kooperatives Lernen ermöglicht es, Lernprozesse zu individualisieren und gleichzeitig eine soziale Gemeinschaft zu schaffen, in der Kinder und Jugendliche voneinander und miteinander lernen, Schülerinnen und Schüler zu aktivieren und die Verantwortung für das Lernen an die Kinder und Jugendlichen zu geben und das Methodenrepertoire des einzelnen Lehrers, der einzelnen Lehrerin zur Förderung der fachlichen und überfachlichen Kompetenzen auf Seiten der Schüler/innen zu vertiefen und zu erweitern. Das Kooperative Lernen ist eine der bestuntersuchtesten Lernformen. Hier einige Forschungsergebnisse dazu:

  • Schülerinnen und Schüler, die Trainings zur Methoden-, Sozial- und Kommunikationskompetenz durchlaufen haben, arbeiten selbstständiger und haben ein positives Selbstbild. Sie wenden vermehrt Lern- und Arbeitsstrategien an.
  • Eine schrittweise Einführung kooperativer Lernformen führt zu mehr Lernerfolgen für alle Schüler/innen. Sie fördert positive zwischenmenschliche Beziehungen und trägt wesentlich zu einem guten Lernklima in der Klasse bei.
  • Gelingende Lernprozesse fördern das Selbstwertgefühl der Schülerinnen und Schüler, ihre Selbstdisziplin und ihr Vertrauen in die eigenen Fähigkeiten. Das psychische Wohlbefinden wird gestärkt und damit letztlich auch die Gesundheits­qualität der Schule als gemeinsamer Lern- und Arbeitsort.
  • Wenn Schülerinnen und Schüler mit der Zeit selbstständiger lernen und arbeiten, entlastet dies die Lehrperson vom Dauerstress des ständigen Gebenmüssens. Kooperatives Lernen ist eine professionelle Antwort auf die alte Frage von Comenius: «Wie können Lehrende weniger lehren und gleichzeitig die Lernenden mehr lernen?»(Johann Amos Comenius: Grosse Didaktik (1657).
  • Kooperatives Lernen leitet zu einem erfolgreichen selbstständigen Arbeiten an. Schüler/innen gewinnen zunehmend mehr Souveränität darin, ihr eigenes Lernen zu steuern. Je mehr methodische, fachliche, soziale und Selbstkompetenzen sie durch ein systematisches Üben erwerben, desto weniger direkte Unterweisung, Unterstützung oder Beaufsichtigung durch die Lehrpersonen brauchen sie.
  • Kooperatives Lernen fördert eine positivere Haltung der Schülerinnen und Schüler gegenüber ihren Lehrpersonen, Schulleitenden und anderem Schulpersonal und schafft eine positivere Haltung der Lehrkräfte gegenüber ihren Schüler/innen.
  • Kooperatives Lernen schafft eine Atmosphäre der Kooperation und schulweiten Hilfe. Schüler/innen entwickeln Verantwortung füreinander. Kooperatives Lernen hat positive Effekte auf das Schulklima und die Integrationskraft der Schule.
  • Kooperatives Lernen fördert positive Beziehungen zwischen Kindern und Jugendlichen unterschiedlicher kultureller und schichtspezifischer Herkunft.
  • Die Lernleistungen haben sich erhöht. Absentismus und Schulabbruch (drop-out) haben sich verringert. In einem Teil der Schulen lässt sich eine Verringerung der Leistungsunterschiede zwischen Schülerinnen und Schülern unterschiedlicher sozialer Herkunft feststellen.

Wir bieten Schulen ein kombiniertes Beratungs- und Schulungsangebot mit folgenden erprobten Elementen an:


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Kooperatives Lernen und schüleraktivierender Unterricht

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